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Lärmschutz

Mehr Lärmschutz entlang der A6

Im Rahmen der Bau­arbeiten für die Pannenstreifen-Umnutzung können auch diverse zusätzliche Lärmschutz­massnahmen umgesetzt werden. Unter anderem wird ein lärm­armer Belag eingebaut. Zudem werden an diversen Standorten zusätzliche Lärmschutz­wände gebaut oder bestehende erweitert.

 A6 Brücke über den Freudenbergerplatz
A6 beim Freudenbergerplatz: Wo heute zum Teil nur Leit­planken sind, werden künftig Lärmschutzwände stehen.

Das Bundesamt für Strassen ASTRA nutzt die Chance, gemeinsam mit der Pannenstreifen-Umnutzung auch den Lärm­schutz weiter zu verbessern. Der Einbau eines lärm­armen Strassen­belags und die Tempo­reduktion auf 80 km/h in den Spitzen­zeiten senkt die Lärm­belastung im ganzen Perimeter. Zudem ist an drei Stellen der Bau von zusätzlichen Lärmschutz­wänden und/oder die Ergänzung von bestenden Wänden geplant.

Der grösste Ausbau der Lärmschutz­bauten ist beim Freudenberger­platz im Berner Ostring geplant. Die bestehenden Lärmschutz­wände werden erhöht und teil­weise mit auskragenden Elementen versehen. Auf der Brücke über den Freudenberger­platz werden die Lücken geschlossen: dort, wo sich heute noch keine Lärmschutz­wände befinden, werden solche erstellt.

Weitere zusätzliche Lärmschutz­wände sind am Pulver­weg in Bern sowie auf Höhe Thoracker­quartier in Muri vorgesehen.

Wie wurden die Lärmschutzmassnahmen projektiert?

Beim Lärmschutz gelten sehr strenge gesetzliche Richtlinien. Die Lärmschutz­verordnung und weitere Regel­werke definieren genau, unter welchen Umständen zusätzliche Lärmschutz­massnahmen ergriffen werden müssen und auch dürfen. So ist beispiels­weise festgelegt, dass sämtliche Lärmschutz­massnahmen technisch umsetzbar und wirtschaftlich tragbar sein müssen. Die Berechnungen hierfür müssen nach schweiz­weit einheitlichem Muster erfolgen.

An jedem Standort wurden verschiedene Varianten geprüft. Es wurde aus­führlich untersucht, welche Mass­nahmen technisch machbar sind und auch die strengen Kriterien der Wirtschaft­lichkeit erfüllen. Die Mass­nahmen, welche alle Bedingungen erfüllen, wurden nun ins Projekt integriert und öffentlich aufgelegt. Trotz der diversen geplanten Lärmschutz­massnahmen verbleiben noch Grenzwert­überschreitungen bei gewissen Liegenschaften. In solchen Fällen müssen durch das UVEK sogenannte "Erleichterungen" verfügt werden. Das heisst, für die jeweiligen Liegen­schaften werden im Rahmen des bundes­rechtlichen Plangenehmigungs­verfahrens spezielle Lärmwerte festgehalten.

Obschon nicht im ganzen Perimeter sämtliche Grenz­werte eingehalten werden können, wird die Lärm­belastung ingesamt stark sinken. Zudem können die Quartiere vom Ausweich­verkehr entlastet werden. PUN stellt daher eine grosse Chance dar, die Lebens­qualität im Umfeld der A6 bis zum Bau des Bypass Bern-Ost zu verbessern.