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PUN und Lärmschutz: Plangenehmigungsverfahren im Gang

Das Projekt für die Pannenstreifen-Umnutzung (PUN) A6 Wankdorf-Muri befindet sich aktuell im Plangenehmigungsverfahren. Die öffentliche Auflage ist abgeschlossen. Das Projekt enthält nicht nur die Pannenstreifen-Umnutzung, sondern auch diverse Lärmschutzmassnahmen.

 Täglicher Stau in Muri

Fast täglich staut sich der Verkehr auf der A6 zwischen den Anschlüssen Muri und Bern-Wankdorf in den Spitzenzeiten (siehe Bild). Linderung verschaffen soll dereinst die geplante Engpassbeseitigung Bern-Ost. Projektierung und Umsetzung dieses Vorhabens werden allerdings noch viele Jahre benötigen, auch ist die Finanzierung noch nicht geregelt. Als Übergangsmassnahme ist deshalb bis zur Realisierung der Tunnellösung eine Pannenstreifen-Umnutzung (PUN) geplant.

Dank PUN können der Verkehrsfluss und die Sicherheit optimiert werden. PUN verhindert beispielsweise, dass die Fahrzeuge, welche sich am Morgen bei der Ausfahrt Ostring stauen, auch noch die anderen beiden Spuren der A6 verstopfen. Ein weiteres Beispiel: Fahrzeuge, welche abends über den A6-Anschluss die Stadt verlassen möchten, verfügen über eine bedeutend längere Strecke, um sich in den Verkehr auf der Autobahn zu integrieren. So wird verhindert, dass sie innerhalb weniger Meter auf die beiden Fahrspuren drängen müssen. Dadurch entstehen weniger Brems- und Ausweichmanöver, der Verkehr kann flüssig und sicher aus der Stadt abgezogen werden.

Ein Plus für die Quartiere

Nicht nur die Autobahnbenützenden, sondern auch die Quartiere im Umfeld der A6 profitieren von PUN. Die Belastung für Anwohner, Velofahrer, Fussgänger und den öV durch den Ausweichverkehr sinkt, die Autobahn kann Ihre wichtige Aufgabe der Entlastung des untergeordneten Strassennetzes weiterhin wahrnehmen.

PUN stellt aber auch noch aus einem anderen Grund eine einmalige Chance für die angrenzenden Quartiere in Bern und Muri dar: Im Zuge der Bauarbeiten kann gleichzeitig der Lärmschutz verbessert werden. Im ganzen Perimeter wird ein lärmarmer Belag eingebaut. Zudem werden am Pulverweg, im Bereich Freudenbergerplatz und im Bereich Thoracker zusätzliche Lärmschutzwände gebaut oder bestehende Wände erweitert.

Das vorliegende Projekt PUN A6 Muri-Wankdorf berücksichtigt sehr viele Anliegen. Es ist in enger Zusammenarbeit mit Stadt und Kanton entstanden – im Fall Ostring auch in direktem Dialog mit der betroffenen Bevölkerung. Die öffentliche Auflage des Projektes fand vom 17. August bis 25. September 2015 statt. Im Normalfall dauert ein bundesrechtliches Plangenehmigungsverfahren inklusive Bereinigung der Einsprachen rund 2 Jahre. Demnach könnte, vorbehältlich langwieriger Gerichtsverfahren, die Genehmigung 2017 vorliegen und 2018 mit den Arbeiten begonnen werden.

 Brücke A6 Freudenbergerplatz
Brücke über den Freudenbergerplatz: unter anderem hier sind neue Lärmschutzwände geplant.